Flora Luma – plant controlled installation

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Flora Luma ist eine interaktive Installation, welche die von Pflanzen ausgesendeten bioelektrischen Signale erfasst und als Lichtanimation auf freistehenden amorphen Objekten darstellt.
Die, erstmals in 1875 von Charles Darwin beschriebenen pflanzlichen elektrischen Signale, ähneln denen von Mensch und Tier, und können mit nichtinvasiven EMG Sensoren erfasst werden. Die Pflanze reagiert dabei auf unterschiedliche Reize, wie das wechselnde Licht von Tag und Nacht, sowie Berührung. Auch Stressfaktoren, welche durch Verbrennungen oder Verletzungen angreifender Tiere hervorgerufen werden können, lösen verstärkte Signale aus.
In den letzten Jahren ist die Wissenschaft diesem Gebiet mit erhöhtem Interesse begegnet. Einige Forscher aus dem Bereich der Neurobiologie gehen sogar soweit pflanzliche mit neuronalen Strukturen von Tieren zu vergleichen und vertreten die Ansicht, dass Pflanzen trotz fehlendem Gehirn und Zentralnervensystem, ihre Umwelt viel stärker wahrnehmen als bisher angenommen.
Flora Luma offenbart den Menschen einen Einblick in das innere Leben der Pflanzenwelt und lässt ihn direkt mit dieser, als Mensch – Pflanze – Interface interagieren.
So soll das Bewusstsein des Menschen hinsichtlich der pflanzlichen Wahrnehmung erweitert werden und zu einem respektvolleren Umgang mit der uns umgebenden Biosphäre beitragen.
Die Installation besteht aus organisch anmutenden, scheinbar aus dem Boden wachsenden, stofflichen Objekten, die direkt mit den umliegenden Pflanzen verbunden sind. Der lichtemittierende Stoff der knospenartigen Skulpturen, wurde aus Lichtleitfasern und Baumwolle von Hand gewebt und steht in seiner Farbenpracht seinem natürlichen Abbild, der Knospe, in nichts nach. Die Animation des Lichts, wird hierbei von den Pflanzen gesteuert: Die Frequenz der bioelektrischen Signale, welche die Pflanze aussendet, bestimmt die Intensität des Farbwechsels der “Knospen”.
Durch Berührung der Pflanzen wird das Lichtspiel in Echtzeit beeinflusst. Die restliche Zeit wird das Display von den intrinsischen Fluktuationen in der Frequenz der pflanzlichen Signale getrieben.

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