Flora Luma ist eine pflanzengesteuerte Installation, welche die von Pflanzen ausgesendeten bioelektrischen Signale erfasst und als Lichtanimation auf freistehenden amorphen Objekten darstellt.
Die, erstmals in 1875 von Charles Darwin beschriebenen pflanzlichen elektrischen Signale, ähneln denen von Mensch und Tier, und können mit nichtinvasiven EMG Sensoren erfasst werden. Die Pflanze reagiert dabei auf unterschiedliche Reize, wie das wechselnde Licht von Tag und Nacht, sowie Berührung. Auch Stressfaktoren, welche durch Verbrennungen oder Verletzungen angreifender Tiere hervorgerufen werden können, lösen verstärkte Signale aus.
In den letzten Jahren ist die Wissenschaft diesem Gebiet mit erhöhtem Interesse begegnet. Einige Forscher aus dem Bereich der Neurobiologie gehen sogar soweit pflanzliche mit neuronalen Strukturen von Tieren zu vergleichen und vertreten die Ansicht, dass Pflanzen trotz fehlendem Gehirn und Zentralnervensystem, ihre Umwelt viel stärker wahrnehmen als bisher angenommen.

Flora Luma is a plant controlled installation which detects the bioelectrical signals emitted from plants and displays them as animated light on freestanding amorphous objects.
First described by Charles Darwin in 1875, electrical signalling in plants is similar to the signalling occurring in humans and animals and can be detected by the use of non-invasive EMG sensors. The plant hereby responds to different stimuli, such as the changing light of day and night and touch. Similarly, stress factors, auch as burns or injuries caused by attacking animals trigger amplified signals.
In recent years, science has shown an increased interest in this area. Some researchers in the field of neurobiology go as far as compare neuronal structures of animals to those found in plants, despite them lacking a brain and central nervous system, and propose that plants are much more perceptive of  their environment than previously thought.

 

 
PDC 2016

Flora Luma will be part of the PDC16 Exhibition (Participatory Design Conference) in Aarhus, Denmark in august. During the two days of the conference, participants and visitors will be able to interact with the exhibit. Furthermore the artists will give a 30min workshop where the underlying system is exposed and explained, as well as made directly editable by the audience.

Flora Luma wird Teil der Ausstellung PDC16  (Participatory Design Conference) im August in Aarhus, Dänemark. Während der Zweitägigen Konferenz können Teilnehmer und Besucher mit der Installation interagieren. Zudem wird während eines 30min Workshops das unterliegende System bloßgelegt und erklärt, sowie für das Publikum direkt editierbar gemacht.

 

Die Animation des Lichts, wird hierbei von den Pflanzen gesteuert: Die Frequenz der bioelektrischen Signale, welche die Pflanze aussendet, bestimmt die Intensität des Farbwechsels.
Durch Berührung der Pflanzen wird das Lichtspiel in Echtzeit beeinflusst und ist somit für den Betrachter direkt wahrnehmbar. Während der Luminale wird eine tägliche Vorführung und thematische Darstellung seitens der Künstler gegeben. Die Vorführung findet mit Einbruch der Dunkelheit statt.

 

The animating of the light is controlled by the plants: the frequency of the bioelectric signals emitted by the plant, determines the intensity of the changing light. 
By touching the plant, the animation of the light is influenced own real-time, and so directly perceivable by the spectator. During the Luminale a daily demonstration and thematic introduction will be presented by the artists. The demonstration takes place by nightfall. 

 
 

Die Installation besteht aus organisch anmutenden, scheinbar aus dem Boden wachsenden,stofflichen Objekten, die direkt mit den umliegenden Pflanzen verbunden sind.
Flora Luma offenbart den Menschen einen Einblick in das innere Leben der Pflanzenwelt und lässt ihn direkt mit dieser,als Mensch - Pflanze - Interface interagieren.
So soll das Bewusstsein des Menschen hinsichtlich der pflanzlichen Wahrnehmung erweitert werden und zu einem respektvolleren Umgang mit der uns umgebenden Biosphäre beitragen.

 

The installation consists of organic fabric-based structures, seemingly sprouting out of the ground, which are connected to the surrounding plants. 
Flora Luma offers us humans a peek into the inner workings of life in the plant kingdom and provides an opportunity to directly engage herein as a human-plant-interface.
Expanding the human consciousness to include plants as perceptive beings, may contribute to a more respectful handling of the inhabited Biosphere. 

 
Luminale 2016

Die interaktive Lichtinstallation Flora Luma wurde auf der Luminale 2016 in Frankfurt präsentiert. Flora Luma wurde in der natürlichen Umgebung des Nizza Parks ausgestellt, und bot den Besuchern der Luminale die Möglichkeit, in die geheimnisvolle Kommunikation der Pflanzenwelt einzutauchen und diese mitihren farbenreichen Lichtspielen wahrzunehmen.

Wir möchten uns bei allen Besuchern für das große Interesse an unserem Projekt und die interessanten und anregenden Gespräche trotz frostiger Temperaturen herzlich bedanken.

 

Bildergalerie – Luminale 2016

 

Flora Luma wurde unterstützt von